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Cosmonauten feiern ersten Saisonsieg im Derby (2:1)

 

FC Cosmos Koblenz – FC Rot-Weiß Koblenz 2:1 (1:0)


Der FC Cosmos Koblenz hat im ersten Stadtderby der Oberliga-Saison einen wichtigen und emotionalen Sieg eingefahren. Vor stimmungsvoller Kulisse am Oberwerth setzten sich die Cosmonauten mit 2:1 gegen Rot-Weiß Koblenz durch und sicherten sich damit die ersten drei Punkte der neuen Spielzeit.


Starke erste Hälfte, verdienter Lohn


Von Beginn an zeigte Cosmos eine couragierte Leistung. Trainer Yusuf Emre Kasal hatte seine Mannschaft optimal eingestellt: wach, zweikampfstark und mit hoher Passsicherheit bestimmten die Cosmonauten das Geschehen. „Die Jungs haben den Plan eins zu eins umgesetzt. In der ersten Halbzeit waren wir sehr präsent und hätten durchaus höher führen können“, analysierte Kasal später.
Der frühe Führungstreffer fiel in der 12. Minute – und das ausgerechnet durch Ex-Rot-Weiß-Spieler Nao Oriyama. Nach einem wuchtigen Freistoß von Khery Hamka ließ RW-Keeper Tiemann den Ball abprallen, Oriyama staubte aus kurzer Distanz ab. Cosmos blieb am Drücker: Hamka scheiterte mit einem weiteren Freistoß an der Latte, erneut lauerte Oriyama im Nachschuss (18.), und Sota Matsui vergab frei vor dem Torhüter (30.).


Rot-Weiß steigert sich, Cosmos bleibt eiskalt


Nach der Pause kam Rot-Weiß besser ins Spiel – auch dank einer deutlichen Kabinenansprache. Doch Cosmos blieb konzentriert, zog sich etwas zurück und lauerte auf Umschaltmomente. Der Plan ging auf: in der 62. Minute erhöhte erneut Oriyama nach starkem Konter auf 2:0. „Wir wollten Rot-Weiß etwas spielen lassen und dann die Räume nutzen. Das ist uns gut gelungen – auch wenn wir die Entscheidung früher hätten klarmachen müssen“, so Kasal.


Chancen dazu gab es reichlich, unter anderem durch den eingewechselten Leon Rashica, der gleich mehrfach gefährlich vor dem Tor auftauchte.


Zittern bis zum Schluss


In den Schlussminuten wurde es dann doch noch einmal spannend: Rot-Weiß drängte auf den Anschluss und kam in der Nachspielzeit durch Inas Islamovic zum 2:1 (90.+4). Mehr ließen die Cosmonauten aber nicht zu.
Rot-Weiß-Co-Trainer Salvatore Nizza, der Cheftrainer Fatih Cift wegen eines Trauerfalls vertrat, gratulierte fair: „Glückwunsch an Cosmos. Der Sieg war verdient. Wir waren in der ersten Halbzeit nicht auf der Höhe, in der zweiten haben wir es besser gemacht. Das sind Derbys – Fußballfeste, von denen alle profitieren.“


Stimmen zum Spiel


Kasal zeigte sich erleichtert über den ersten Saisonsieg:
„Der erste Dreier ist immer etwas Besonderes – und wenn er in einem Derby gelingt, umso mehr. Entscheidend war, dass wir mutig waren und die Intensität hochgehalten haben. Jetzt gilt es, diese Energie mitzunehmen in die nächsten Spiele.“
Auch bei aller Freude über den sportlichen Erfolg kam Kasal nicht um ein schwieriges Thema herum: Nach Abpfiff wurde bekannt, dass Cosmos möglicherweise ein Wechselfenster zu viel genutzt hatte. Dazu sagte er: „Wir haben sportlich gewonnen. Ob und inwiefern uns das einen Vorteil verschafft haben soll, darüber möchte ich nicht spekulieren. Darum kümmern sich die zuständigen Gremien. Für mich zählt der Auftritt meiner Mannschaft auf dem Platz.“

Ergänzung zum Abschnitt über die Wechselfenster-Thematik:

Nach Abpfiff wurde viel über ein mögliches viertes Wechselfenster von Cosmos diskutiert. Trainer Kasal stellte dazu nun klar, dass die fragliche Situation in der 59. Minute entstanden sei: Rot-Weiß hatte zu diesem Zeitpunkt bereits selbst eine Spielunterbrechung beantragt, um zu wechseln. Währenddessen verletzte sich Cosmos-Spieler Meric Gültekin, sodass Cosmos die Unterbrechung nutzte, um ebenfalls zu reagieren.
„Wenn jede Mannschaft das Recht auf drei Unterbrechungen hat, dann war das in diesem Moment nicht unsere eigene, zusätzliche Unterbrechung, sondern eine von Rot-Weiß beantragte“, erklärte Kasal. „Wir haben uns dadurch keinen Vorteil verschafft, sondern mussten verletzungsbedingt handeln.“

Damit gibt es zumindest ein starkes Gegenargument zu einem möglichen Regelverstoß – wie die zuständigen Gremien die Szene bewerten, bleibt jedoch abzuwarten.


Fazit


Die Cosmonauten lieferten im ersten Stadtderby eine überzeugende Vorstellung ab und setzten das richtige Signal nach dem schwierigen Saisonstart. Mit Leidenschaft, klarem Plan und spielerischer Qualität ging der Sieg völlig verdient an Cosmos – auch wenn der Ausgang am grünen Tisch noch nicht final geklärt ist.

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